Ernährung,  Rezepte

Auf Reisen essen

Das Reisen mit dem Zug bringt ja einige Vorteile. Es ist klima neutral und während der Fahrt hast du Zeit für dich. Wenn ich so durch die Bahnhöfe zum nächsten Gleis schlender oder laufe, fällt mir auf, dass die angeboten Snacks, Gerichte oder Backwaren, jenseits der gesunden Ernährung liegen. In den meisten Fällen sind Weizen, Zucker und Fett die Hauptkomponenten. Etwas vegetarisches zu ergattert ist aber schon realistisch.

Mir ist das aber zuwenig Gemüseanteil, also bin ich in die Planung gegangen, was ich mir für meine Zugfahrt zaubere. Es ist diesmal komplett Vegan geworden.

Das Walnussbaguette habe ich mir schon in der Woche gebacken, weil für die Fahrt wäre ein Baguette für mich alleine viel zu viel. Es ist ein eher aufwendiges Rezept, wobei sich der Aufwand echt lohnt. Es wird mit Hefe gebacken und hat insgesamt 6 Stunden und 10 Minuten Gehzeit. Zusätzlich noch mal 40 Minuten zum Backen. Die Kartoffeln im Teig verleihen dem Brot die Saftigkeit.

  • 220 g Kartoffeln
  • 1 Würfel Hefe (42 g)
  • 1 Prise Zucker
  • 260 g Dinkelmehl- ich habe Typ 630 genommen
  • 1 EL Salz
  • 125 g Roggenmehl- Ich habe es frisch gemahlen
  • 60 g Maisgrieß
  • 100 g gehackte Walnüsse
  • 2 EL Albaöl ( Rapsöl mit Butteraroma)- ich habe Rapso Öl genommen

Die Kartoffeln mit Schale weich koch und anschließend auskühlen lassen und pellen. Inzwischen mit 1/4 der Hefe (ca 10 g), 150 Milliliter warmen Wasser und einer Prise Zucker einen Vorteig anrühren und 10 min gehen lassen. Anschließend mit 160 g Dinkelmehl vermischen und 3 Stunden abgedeckt gehen lassen. Am besten bei Sommer- Zimmertemperatur. Die abgekühlten Kartoffeln pellen und fein pressen, zum Vorteig geben. 50 Milliliter warmes Wasser, 100 Gramm Dinkelmehl und die restlichen fehlenden Zutaten hinzufügen und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Der Teig hat wieder für eine Stunde Ruhe. Ich habe ihn, direkt ohne die eine Stunde Gehzeit über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank gestellt.

Mein Tipp: Da ich zu meinem Mittagessen einem großen Salat und ein frisches warmes Brot haben wollte, habe ich die Gehzeit auf zwei Tage aufgesplittet. Ich hatte nämlich erst am Nachmittag die Idee das Brot zu backen. Aber dann wäre es erst um 23 Uhr fertig gewesen.

Antipasti to go

  • je 60 g Möhre, Aubergine, gelbe Paprika, Kräuterseitlinge oder Champignons
  • Salz Pfeffer
  • 80 ml Olivenöl
  • 1-2 EL weißer Balsamico- Essig
  • 1/2 Bund Basilikum

Die Möhren vorher blanchieren, anschließend in eine Öl Essig Vinaigrette einlegen. Das andere Gemüse ein einer Pfanne anbraten mit Salz und Pfeffer würzen und noch warm in einer abgedeckten Schüssel in der Marinade ziehen lassen. Ich habe beim Anbraten eine zerdrückte Knoblauchzehe und drei Zweige Rosmarin dazu gelegt. In eine Dose einfüllen und schichtweise den Basilikum drauf streuen, fertig!

Erbsenaufstrich mit Pinienkernen

200g TK- Erbsen, Salz
50g Pinienkerne
je 2 Stängel Petersilie und Basilikum
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Die Erbsen mit etwas Wasser und Salz 5 Minuten kochen. Das überschüssige Wasser abgießen. Mit den restlichen Zutaten, außer 1/4 der Pinienkerne, im Topf vermengen, Pürierstab rein und los mixen. Die letzten Pinienkerne dazu geben und mit einem Löffel rühren. Die ganzen Pinienkerne geben dem Aufstrich mehr Bisskraft.

Update vom 30.07.2021

Ich bin mal wieder mit den Zug unterwegs. Ich hatte nicht mehr viel im Kühlschrank und haben mir Quark mit Beeren und Nüssen mitgenommen. Also hieß es für mich mit offenen Augen durch den Bahnhof zu gehen. Ich habe mir bei leCrobag einen gemischten Salat mit einer leckeren Zitronensauce geholt. Die Portion war sehr reichlich, schön angerichtet und machte den Eindruck sehr frisch zu sein. Der Großteil des Salates waren verschiedene Salatblätter, Cherrytomaten, Gurken- und Paprikastreifen. Geschmacklich zu empfehlen. Kostete aber 5,00 €, abzüglich des Voygers der Toilette 4,50€. Dazu habe ich mir ein belegtes Mehrkornbrot mit gegrilltem Gemüse geholt für 4,59€ abzüglich Voyger 4,09€. Mit meiner Auswahl war ich zufrieden und bin sehr satt gewesen. Was einem selbst zubereitetem Essen als großer Vorteil gegenüber steht ist der Müll. Es war nur der Deckel vom Salat und die Salatsauce in Plastik. Das Unterteil des Salates war aus beschichtetem Papier. Alles in allem war es gut, aber zum Glück nur eine Ausnahme. Besser ist es sich zuhause ein Essen für eine längere Zugfahrt mit einzuplanen.

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